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Hydrokultur und Seramis unterschied Topfung 1.5.14

Für Hydrokultur braucht man einen undurchlässigen Topf (meist sind es spezielle Plastiktöpfe) als Übertopf und ein speziellen Innentopf, in dem z.B. lange, seitliche Schlitze sind. Entweder am Übertopf oder am Innentopf ist dann ein Wasserstandsanzeiger (beachte hier: bei Seramis ist es ein Gießanzeiger, der die Feuchtigkeit des Substrats misst, hier ist es ein richtiger Wasserstandsanzeiger, der sozusagen den Wasserpegel im Topf misst) angebracht.
Dieser Wasserstandsanzeiger besteht aus einem Röhrchen, das oben durchsichtig ist und unten offen ist. Innen befindet sich ein roter Schwimmer, der oben drauf ein rotes Stäbchen mit einer Kugel hat. Dieses Stäbchen bzw. die Kugel zeigt dann den Wasserstand an. Auf dem durchsichtigen Teil des Anzeigers sind drei Markierungen angebracht für „Min.“, „Opt“ und „Max“. Bei Min sollte bald wieder gegossen werden, bei Opt ist es optimal und bei Max ist es schon fast zu viel.
In den Innentopf werden nun die Hydrosteinchen gefüllt, zunächst eine kleine Schicht. Dann wird der Wurzelballen eingesetzt und der Topf mit Hydrosteinen aufgefüllt. Ganz wichtig ist hier: die Wurzeln müssen komplett frei von Erdrückständen sein! Am besten eignen sich Pflanzen, die gleich ohne Erde angezogen wurden (z.B. in Seramis, das man leichter entfernen kann und das vorallem anorganisch ist). Bleiben Erdreste an den Wurzeln, kommt es fast unweigerlich zu Fäulnis, da die Wurzeln einen Großteil der Zeit direkt im Wasser stehen.
Der Innentopf wird dann in den Übertopf gesetzt und es wird Wasser eingefüllt, bis der Wasserstandsanzeiger Opt anzeigt.
Regelmäßig sollte der Anzeiger bis auf Min absinken, damit die Wurzeln Sauerstoff bekommen können. Dann aber auch wieder gießen, damit die Pflanze nicht vertrocknet.

Nicht jede Pflanze verträgt Hydrokultur. Z.B. wird sich kein Kaktus und wohl auch nur wenige andere, sukkulente Pflanzen in Hydro wohl fühlen. Andere Pflanzen mögen es wiederum sehr gerne.

Die Umstellung von Erde auf Hydro ist kaum machbar. Einerseits weil man die Erde nicht vollständig entfernen kann und andererseits weil Pflanzen in Hydro sogenannte Wasserwurzeln ausbilden. Pflanzen in Erde bilden Erdwurzeln. Es müssen also erst neue Wurzeln gebildet werden und die alten abgestoßen werden – diesen Prozess übersteht nicht jede Pflanze.
Die Umstellung von Hydro auf Erde/ Seramis geht wohl leichter.

1.5.14 13:10, kommentieren

Unterschied Lechuza-System und Seramis

Wie wird getopft?
Für das Lechuza-System benötigt man einen speziellen Lechuza-Übertopf (speziell, weil die Formen der Übertöpfe passgenau zu den Innentöpfen bzw. den Trennböden gehören), der meist höher ist, als die Pflanze es eigentlich benötigt. In diesen Übertopf wird ein Trennboden gesetzt, der Vertiefungen und Löcher für Wasserein- und -ausfluss hat. Zu dem Trennboden gehört auch der Wasserstandsanzeiger (hier wieder wie bei Hydrokultur), der auch gleichzeitig etwas Abstand zur Topfwand bietet – als Einfüllschacht für Gießwasser. Auf den Trennboden kommt eine Schicht spezieller Steine, die für gute Drainage sorgen. Darauf wird dann der Wurzelballen gesetzt und mit Erde (oder wenn man mag Seramis) aufgefüllt und angedrückt. Der Trennboden sorgt nun für einigen Abstand des Wurzelballens zum Topfboden und dieser Abstand wird mit Wasser befüllt. Kontrolliert wird durch den Wasserstandsanzeiger. Die Pflanze kann sich dann durch die Drainageschicht immer genau so viel Wasser in den Wurzelballen ziehen, wie sie braucht, bekommt aber keine nassen Füße.

Vorteil ist, dass man mit den größeren Töpfen viel Wasser einfüllen kann und dann noch seltener gießen muss, als bei Seramis.
Bei diesen höheren Töpfen sorgen dann dicke Fäden/ Dochte, die vom Trennboden bis auf den Übertopfboden hängen, dafür, dass das Wasser zu den Wurzeln gelangt.

2.5.14 11:18, kommentieren